KritischCVE-2026-109618CVE-2026-109619CVSS 4.0: 9.2

Ist meine Website von PHP2Shell betroffen?

Zwei Lücken in PHP erlauben Angriffe ohne Login, und erste Angriffe laufen bereits. Geben Sie die Adresse Ihrer Website ein: Der Check liest aus, was Ihr Server über PHP verrät, und sagt Ihnen, ob Sie handeln müssen und was zu tun ist.

Wir rufen Ihre Startseite einmal ganz normal auf, wie ein Browser, und lesen, was der Server dabei von sich aus mitteilt. Es findet kein Angriff statt.

Ergebnis

Noch offen

Geben Sie die Adresse Ihrer Website ein. Das Ergebnis erscheint hier.

Ob ein Server wirklich angreifbar ist, ließe sich von außen nur mit echten Angriffsversuchen testen. Deshalb zählt die PHP-Version. Die eingegebene Adresse wird für die Prüfung an unseren Prüfserver übermittelt und nicht gespeichert. Eine eingetippte Version verlässt Ihren Browser nicht.

Ihre Situation

Zwei Angaben, damit der Fahrplan zu Ihnen passt. Was der Check erkennt, ist schon ausgewählt.

Womit ist die Website gebaut?
Wer betreibt den Server?

Ihr Fahrplan

Erst Gewissheit, dann handeln.

    Wo finde ich meine PHP-Version?

    Entscheidend ist die letzte Stelle: 8.3.14 ist betroffen, 8.3.36 nicht.

    WordPress

    Werkzeuge → Website-Zustand → Bericht, dort den Bereich „Server“ aufklappen, Zeile „PHP-Version“. Direkt dorthin führt die Adresse ihre-domain.de/wp-admin/site-health.php?tab=debug. Die Seite sehen nur Administratoren.

    Ein WordPress-Update ändert die PHP-Version nicht. Das erledigt der Server.

    Im Kundenmenü des Hosters

    Melden Sie sich im Kundenmenü an und suchen Sie nach „PHP-Einstellungen“, „PHP-Version“ oder den Einstellungen Ihres Webspace. Dort steht oft nur die Linie, etwa „8.3“. Die vollständige Nummer zeigt dann Ihr CMS, oder der Hoster nennt sie auf Nachfrage.

    TYPO3

    Im Backend oben rechts das Info-Symbol „System-Information“ öffnen, Zeile „PHP-Version“ (nur für Administratoren). Alternativ System → Umgebung (TYPO3 14) bzw. Verwaltungswerkzeuge → Umgebung (TYPO3 12/13), dort nur für System-Maintainer.

    Joomla

    System → Systeminformationen, Zeile „PHP-Version“ (als Super User).

    Drupal

    Berichte → Statusbericht, Zeile „PHP“ (als Administrator).

    Auf dem eigenen Server

    php -v zeigt nur die Version der Kommandozeile. Die Website kann eine andere nutzen. Fragen Sie deshalb den Webserver-Prozess:

    Diese Versionen sind sicher

    LinieSicher abHinweis
    PHP 8.58.5.12
    PHP 8.48.4.27
    PHP 8.38.3.36
    PHP 8.28.2.35Updates nur noch bis 31.12.2026
    8.1 und älterkeineNur Quell-Patches (7.4 bis 8.1), Backport des Anbieters oder Umstieg

    Ubuntu, RHEL und AlmaLinux spielen Korrekturen teils ein, ohne die Nummer zu erhöhen (Backport). Dann gibt das Paket-Changelog Auskunft. Debian liefert dagegen die neue Nummer aus, etwa 8.2.35-1~deb12u1.

    Was nicht hilft

    • Updates von WordPress, TYPO3 & Co. oder ihren Plugins. Die Lücke steckt in PHP selbst.
    • Der Wartungsmodus des CMS. PHP verarbeitet die Anfrage, bevor das CMS ihn überhaupt prüft.
    • Sicherheits-Plugins im CMS. Sie greifen erst, wenn PHP die Anfrage schon verarbeitet hat.
    • Fehlermeldungen ausblenden. Laut PHP-Advisory schützt das nicht.
    • Nur die Hauptwebsite prüfen. Webmail, Cloud-Speicher oder Intranet auf PHP sind genauso betroffen.

    Was ist passiert?

    PHP2Shell ist der Spitzname für zwei Lücken im PHP-Interpreter selbst: CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619, beide mit CVSS 9.2 (Version 4.0) als kritisch eingestuft. Wer sie ausnutzt, kann ohne Anmeldung eigenen Code auf dem Webserver ausführen. Laut den Entdeckern lässt sich außerdem Arbeitsspeicher des Servers auslesen, in dem Passwörter oder Schlüssel stehen können.

    Laut den Entdeckern reicht der älteste betroffene Code bis PHP 5.4 aus dem Jahr 2012 zurück. Das PHP-Projekt stuft alle PHP-Installationen, die Webanfragen bedienen, als gefährdet ein, schon in der Standardkonfiguration, ob als Apache-Modul (höchstes Risiko) oder über PHP-FPM. Das betrifft einen Großteil aller Websites, von WordPress über TYPO3 bis zu Online-Shops, Webmail und Cloud-Diensten.

    1. 17. Oktober 2026Amazon registriert nach eigener Angabe einen ersten Angriffsversuch auf einen Honeypot, noch vor jeder Veröffentlichung.
    2. 20. OktoberPHP kündigt ein Notfall-Update an. Erste Details sind da schon durchgesickert.
    3. 21. Oktober, morgensIn der Nacht und am Morgen melden Amazon und Cloudflare weitere Angriffsversuche, noch vor den offiziellen Updates. Behörden und Hochschulen nehmen Websites vorsorglich vom Netz.
    4. 21. Oktober, nachmittagsPHP veröffentlicht 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35, das BSI warnt. Technische Analysen und Exploit-Code sind öffentlich. Wie zuverlässig die kursierenden Exploits funktionieren, ist umstritten.
    5. seitdemSicherheitsfirmen beobachten aktive Angriffsversuche.

    Quellen